Boule beim Tennis-Club Grün-Gelb Burgdorf!

Tennis und Boule – wer das Gespür für die gelbe Kugel hat, kann es auch mit der silberfarbenden Kugel

Nebst sieben Tennisplätzen auch Boule-Anlage in Burgdorf

Boule und nicht Bowle, das war die erste Erkenntnis. Was folgte waren bildliche Erinnerungen an Frankreich, wo ältere Herrschaften bei Wein und Käse gesellig die Kugel werfen.

 

Unser fleißigen Helfer vom Team 60+ haben komplett in Eigenarbeit diese tolle Boule-Bahn auf unserer Tennisanlage in Burgdorf erschaffen.  Auch der perfekte Ort wurde ausgesucht, denn die Boule-Bahn präsentiert sich eingebettet in Teils Schatten spendende Bäume und Ziersträucher, gemütliche Bänke laden zum Zuschauen ein. Das dazugehörige Boule-Set, also Kugeln usw., befindet sich im Clubraum neben der Glastür links.

 

Mit Boule verbinden viele Deutsche das vorwiegend in Frankreich ausgetragene Freizeit-Kugel-Spiel. Der korrekte Name ist allerdings Pètanque. Die Franzosen benutzen Pétanque zur Abgrenzung zu anderen französischen Boule-(Kugel-)Sportarten. In Deutschland wurde die Freizeitvariante vor allem von Frankreich-Urlaubern „importiert“ und meist Boule genannt. In den Spielregeln lehnen sich die Freizeitspieler an die Pétanque-Regeln an.

 

Sport für Jedermann

Boulen ist aber ebenso ein beliebter Sport für Jedermann. In den unterschiedlichsten Turnierformen gespielt, stellt es auch an junge Sportler hohe Anforderungen an Konzentration und Kondition. Durch eine variable Spielgestaltung lassen sich diese Anforderungen den Wünschen der Teilnehmer anpassen. So kann z.B. die Anzahl der Team-Mitglieder zwischen 1 bis 4 variieren. Oder anstatt 13 können 11 Gewinnpunkte oder ein Spiel mit zeitlichem Limit vereinbart werden.

 

Regeln des Boulespiels in Kurzform für Hobbyspieler

 

Boule ist von den artverwandten Kugelspielen das populärste und das am meisten verbreitete.

Der Bazillus Boule breitete sich, ausgehend von Südfrankreich, in den letzten Jahrzehnten stetig nach allen Richtungen aus und ist inzwischen auf allen Erdteilen anzutreffen.

 Zwei Teams spielen gegeneinander. Ein Team besteht in der Regel aus 2 oder 3 Spieler/innen, die über insgesamt sechs Kugeln verfügen. In der Zweiermannschaft spielt jeder mit drei, in der Dreier-mannschaft mit zwei Kugeln. Es kann auch 1-1 gespielt werden. Sollte in einem Team ein Mitspieler fehlen, so dass z.B. drei gegen zwei antreten, so verfallen auch die Kugeln des fehlendes Spielers. Sie dürfen also nicht von den anderen Spielern geworfen werden!

Spielablauf


Vor Beginn des ersten Durchganges wird ausgelost, welche Mannschaft das Ziel (eine kleine Holzkugel von 25- 30 mm Durchmesser) zuerst werfen darf.

Ein/e Spieler/in dieser Mannschaft zeichnet einen Kreis auf den Boden (35- 50 cm Durchmesser) aus dem das Ziel auf eine Entfernung von 6 - 10 m geworfen wird.

Die gleiche Mannschaft wirft nun die erste Kugel, dem Ziel so nahe wie möglich. Beim Wurf müssen die Füße der/s Spieler/in bzw. Spielers innerhalb des Kreises sein und Bodenkontakt behalten, bis die gespielte Kugel den Boden berührt.

Mannschaft B versucht nun, eine Kugel dem Ziel noch näher zu bringen - ist ihr das gelungen, versucht Mannschaft A diese Kugel zu überbieten...und so fort, bis alle Kugeln gespielt sind. Hat eine Mannschaft keine Kugeln mehr, versucht die andere Mannschaft ihre Kugeln so zu platzieren, dass sie näher am Ziel liegen als die dem Ziel am nächsten liegende gegnerische Kugel. Denn jede Kugel einer Mannschaft, die dem Ziel näher liegt als die bestplatzierte des Gegners zählt einen Punkt.

 

In einem Durchgang wird also mindestens 1 Punkt vergeben und im Extremfall 6 Punkte.

Die Mannschaft, die den Durchgang gewonnen hat, beginnt den nächsten wie vorher beschrieben. Das Spiel ist beendet, wenn ein Team 13 Punkte gewonnen hat.

Höchst simpel also- und was soll daran so faszinierend sein? Das einfache Prinzip dieses Spiels lässt der Taktik und Phantasie den Raum, der jeden Durchgang anders aussehen lässt. Ein taktischer Fehler ist meist gravierender als eine schlecht gespielte Kugel. Bei jeder zu spielenden Kugel bieten sich so viele Möglichkeiten der Ausführung (gegnerische Kugel wegschießen- den Weg zum Ziel verbauen um den Verlust zu minimieren- mit der Kugel die Lage des Ziels verändern etc.), dass im Regelwerk die Zeit für taktische Überlegungen begrenzt werden muss.

 

Spieltechniken


Grundsätzlich gibt es zwei Arten, die Kugel zu spielen- indem man legt oder schießt. Es gibt zwar die unterschiedlichsten Techniken beim Legen wie auch beim Schiessen- um aber diese Techniken in den Griff zu bekommen, sollten Sie auf die richtige Handhaltung achten: man wirft mit der nach unten gewandten Handfläche. Dadurch bekommt die Kugel einen gewissen Rückdrall, und wenn Sie den Dreh heraushaben, können Sie die Kugel so manipulieren wie es Bodenbeschaffenheit und Spielsituation verlangen.

 

Mindestens so wichtig wie die Beherrschung der Technik ist die Taktik, die dem Spiel die Würze gibt. Über dieses Thema sind schon Abhandlungen geschrieben worden, dick wie Kochbücher- doch nach deren Lektüre werden Sie kaum schlauer sein, Praxis heißt hier das Rezept.

 

Beim Spiel mit "Expert/innen" werden Sie schnell erfahren, warum "zugemacht werden muss", ein Schuss zu gefährlich oder zu spät oder auch unbedingt notwendig, ein "devant de boule" die einzige Rettung.

 

Fazit: Boulen kann sehr wohl mehr sein als nur "Alters-Sport"